Finisterre – Das Ende der „Alten Welt“

Und wieder waren wir am Ende der Welt. Nachdem wir in England am westlichsten Punkt vorbeigesegelt waren sind wir nun am westlichsten Punkt der „alten Welt“. Der Leuchtturm Cabo Finisterre liegt auf der Position 043° 52,94’N 009°16,33’W. Wenn man ganz genau sein will, dann ist eigentlich das nördlicher Cabo Torinana das westlichste Stück Festland-Europas. Aber es hat sich so festgesetzt. Hier war für die Kelten, die Römer und für mittelalterliche Pilger das Ende der Welt. Fiel man nicht, wenn man von hier weiter wollte, von der Erdscheibe? Wer nicht daran glaubte, der bekam größte Schwierigkeiten mit der Kirche (und sie dreht sich doch).

Wir nähern uns dem Ende der "Alten Welt"

Wir nähern uns dem Ende der „Alten Welt“

Cabo Finisterre

Cabo Finisterre

Der Leuchturm Cabo Finisterre

Der Leuchturm Cabo Finisterre

Wir haben das „finis terre“ zunächst ehrfürchtig umsegelt und sind anschließend, nachdem wir vor dem Ort Finisterre geankert hatten, den Weg zurück zum Kap gewandert, um dem Leuchtturm einen Besuch abzustatten. Wie sollte es auch anders sein, wir waren, obwohl westlich daran vorbeigesegelt, nicht von der Erdscheibe gefallen.

Den Leuchtturm zu Fuß erobert

Den Leuchtturm zu Fuß erobert

Die großartige Sicht zurück. Hier waren wir vor Kurzem mit dem Boot

Die großartige Sicht zurück. Hier waren wir vor Kurzem mit dem Boot

Wir hatten am Tag darauf ruhiges Segeln und nahmen Umwege in Kauf, um kleine Inseln auf dem Weg zu umsegeln.

Zwischen den Inseln hindurch

Zwischen den Inseln hindurch

Lobeira Grande

Lobeira Grande

Finisterre02Finisterre08Delphine begleiten uns wieder. Ganz vorsichtig, denn es gibt unheimlich viele Untiefen hier (die Bezeichnung Todesküste ist schon treffend). Als wir  in Muros ankamen,  hat dort  am Hafen ein Bagger die Straße aufgebohrt, sodass wir wegen des Lärms uns entschlossen hatten, das Großsegel wieder hochzuziehen und über die Bucht nach Portosin zu segeln. Dort war der Hafen voll, bzw. alle Plätze reserviert, da eine Flotille mit 30 Booten sich angemeldet hatte. Da möchte man ja sowieso nicht dabei sein. Wir haben kurzentschlossen vor dem Hafen geankert, sind mit dem Schlauchboot einkaufen gefahren und sind dann zum Restaurant am Strand übergesetzt, was wesentlich schöner war, als im Hafen zu liegen. Am Morgen sind wir dann wieder mit dem Beiboot in die Marina motort, um dort zu duschen. Naja, die wollten uns nicht aufnehmen, da dürfen sie uns schon eine Dusche spendieren.

Muros

Muros

Finisterre23Finisterre26Anschließend haben wir die noch bestehende Morgenflaute genutzt, sind nach Muros motort, um die schöne Altstadt zu besichtigen und sind mit einer frischen Nachmittagsbriese, plötzlich waren es 20 kn Wind aus NW, obwohl nur 8 kn angesagt waren, in den Fjord Ria de Arousa geseget. Den Spi hatten wir zum Glück rechtzeitig geborgen. Wir navigierten das Boot extrem konzentriert zwischen den Dutzenden von Klippen und Untiefen hindurch und waren am Abend froh, in Santa Uxia de Ribeira gut angekommen zu sein.

4 Antworten zu “Finisterre – Das Ende der „Alten Welt“

  1. Lieber Thomas, wir grüßen vom französischen Finistere! und wünschen weiter gute Winde, Annette* und Hans-Heinrich

  2. wieder beeindruckende Bilder von Orten, die ich erst auf dem Taschenglobus nachschlagen muss… ICh hätte nicht gedacht, dass Euch so oft Delfine begleiten. Gute Fahrt und Wind aus raumschots

    • Lieber Stefan,

      eigentlich ist es schon ganz normal, wir sehen fast jeden Tag welche. Die lieben es, eine Weile neben dem Boot herzuschwimmen, ihre Tollereien zu machen. Manchmal springen sie 2 m aus dem Wasser heraus. Und das gleichzeitig ca. 20 Delphine, ein riesen Spektakel einschließlich Salto! So schnell sie da sind, so schnell sind sie dann auch wieder weg… Sind gerade in Vigo angekommen. Morgen Landgang nach Santiago de Compostela.

      Mit herzlichen Grüßen

      Thomas

      Thomas Herter Mobil Spanien: +34 628 272 606

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