Ostern 2019 – Travemünde

„Anke-Sophie“ hat bereits am 10.04.2019 einen Krantermin und so können wir sie knapp zwei Wochen später am Ostersonntag klarieren. Die neue Genua von Tommy Thomsen wird angeschlagen und dann kann es bei herrlichem Morgenlicht losgehen, es heißt wieder einmal „Leinen los“, auf in eine neue Segelsaison. Wir haben eine stabile Ostwindlage, sodass Annette und ich uns entscheiden, den kräftigen Ostwind zu nutzen, um vor dem Wind nach Travemünde zu segeln und dort Freunde in Lübeck zu besuchen. Vorbei an der Volkswerft passieren wir die Rügendammbrücke. Bei Barhöft überlegen wir, ob wir bei E 6-7 lieber im Hafen Schutz suchen sollen, segeln aber dann doch weiter am Gellen vorbei aufs offene Meer und ankern dann im Lee von Darßer Ort. Das Ankern bei starkem Wind erinnert uns an unsere Weltumsegelung, wann macht man das hier in der Ostsee bei diesen Bedingungen? Wir sind zufrieden, dass wir hier draußen sind. Nun die ersten Bilder mit meiner neuen Kamera, eine Fujifilm X-T30, eine Systemkamera, die mir viel Freude beim Fotografieren bringt.

Bei SE 5 geht um 07:45 der Anker auf. Wir machen nach einem weiteren schönen Tag einen Stopp in Timmendorf auf Poel und erinnern uns an schöne Tage, die wir vor einigen Jahren hier auf der Insel im Winter verbracht haben. Wir genießen den Abend im Hafen mit Blick auf den Leuchtturm und beim Spaziergang am Strand.

Dann segeln wir bei leichten Winden nach Travemünde, was wir zwar gut kennen, aber zum ersten Mal auf eigenem Kiel ansteuern. Wir finden einen Platz in der Marina Baltica. Wir treffen Pia und Stefan und segeln gemeinsam eine Runde bei leichten Winden. Es ist eine schöne Zeit, die wir gemeinsam verbringen. Stefan und ich verabreden uns, über den 1. Mai das Schiff zurückzusegeln, dieses Mal setzen wir auf Westwind.

Nach dem Ablegen passieren wir die „Passat“, das heutige Museumsschiff am Priwall an der Travemündung. Sie ist eine Viermastbark der „Flying P-Line“, die alle mit einem P anfangen, zu denen sich eine Menge Assoziationen einstellen: Das gesunkene Schwesterschiff „Pamir“, dessen Rettungsboot wir 2016 in der Kirche St. Jakobi zu Lübeck besuchten, die „Pommern“, die wir letztes Jahr in Mariehamn auf den Ålands sahen, die „Padua“, die heute als russisches Segelschulschiff „Krusenstern“ unterwegs ist, auf der ich in den 80er Jahren einen Tag lang Gast sein konnte, und die „Peking“, die lange als Museumsschiff in New York lag und zurzeit restauriert wird.

Die „Passat“ am Priwall in Travemünde

Tatsächlich haben wir Westwind für den Rückweg nach Stralsund, und zwar mit 7 Bft. abnehmend, also geht es so schnell zurück, wie wir gekommen sind. Es baut sich durch den Wind eine starke Welle auf und wir sind froh, nach 47 sm geschützt im Alten Strom in Warnemünde beim „Segelclub 1925“ zu liegen. Da am Morgen die Windgeschwindigkeiten bei 36 kn und auf dem Dornbusch bei 51 kn liegen (das sind 10 Bft.), bleiben wir einen Tag im Hafen und besuchen Rostock bei Regen und Starkwind.

Tags darauf segeln wir bei W 6 an Darßer Ort vorbei nach Hiddensee, umrunden den Dornbusch und segeln dann bei Böen um 8 Bft. nur mit dem Groß im dritten Reff ins Fahrwasser nach Kloster, wo wir fast alleine liegen. So früh segeln eben nur wenige. Pia kommt von Lübeck zu uns, wir wandern auf der Insel und erfreuen uns an der guten Sicht und besuchen meine Lieblingslokale. Wir besichtigen das Asta-Nielsen-Haus „Karusel“ in Vitte und machen einen Ausflug auf den Dornbusch, bevor es zurück nach Stralsund geht.

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