2018 – Åland-Inseln

Im Jahr 2018 ist „Anke-Sophie“ recht aktiv. Sie segelt vor und nach dem Törn zu den Åland-Inseln mit unterschiedlicher Besatzung an insgesamt acht Wochenenden: Annette, Dorothé, Thomas K., Veit, Fernando, Bernd, Mareike, Till, Paul, Thomas G., und Anja. Hier eine Auswahl von Bildern aus dem Frühjahr nach Ruden, nach Kloster und nach Thiessow.

Den Törn zu den Ålands unternehmen wir bei bestem Wetter über einen Zeitraum von sechs Wochen mit unterschiedlichen Crews. Paul segelt die erste Etappe (Woche 1 und 2) mit Krissi, Matthis und den Kindern Doro und Friedi bis nach Stockholm. Sie nehmen sich zwei Wochen bei moderaten Winden und Sonnenschein. Durch den Greifswalder Bodden mit Stopp in Seedorf geht es über Lohme mit einem langen Schlag bei westlichen Winden bis Hammerhavn. Von dort ist es nur ein Sprung an Hammerodde, dem Nordkap von Bornholm, vorbei bis Christiansø, alles wohlbekannte herrliche Ziele. Nach einem Pausentag geht’s weiter nach Utklippan, dem kleinen Nothafen in der kleinen Inselgruppe vor Schweden, und ab jetzt mit östlichen Winden und nur bei Sonne über Kristianopel bis nach Kolmar. Ab Fiegeholm segelt die Crew dann durch die Schären und bleibt in tollen Ankerbuchten wie bei Spårö, dann über Nynäshamn und Korsholmviken nach Stockholm, wo in Navishamnen zum ersten Mal die Crew wechselt. Annette, Thomas und Kathrin kommen an Bord. Paul bleibt die gesamten sechs Wochen an Bord.

Nach dem Einkaufen verlässt die neue Crew Stockholm, wir wollen dem Trubel entfliehen. Die Wasserstraßen um Stockholm herum sind so voller Boote, dass wir froh sind, als wir gegen Abend in einer Bucht östlich von Sandkullen auf Norra Ljusterö Ruhe finden. Bei Högmarsö wird das Angeln ausprobiert. Leider sind die Gewässer so überfischt, dass lediglich nur ein einziges Mal ein kleiner Fisch anbeißt. Wir genießen das Segeln bei Sonnenschein und leichten östlichen Winden und ankern viel in Buchten, wie in Bofjärden an der Nordostecke von Väddö. Wir können Eckerö anliegen und machen in Käringsund fest. Wir sind auf den fantastischen Åland-Inseln angekommen. Wir lieben diesen Archipel am südlichen Eingang in den Bottnischen Meerbusen zwischen Schweden und Finnland. Politisch gehören die 6.757 Inseln zu Finnland; die knapp 30.000 Einwohner sprechen aber Schwedisch. Die Inseln wurden während der letzten Eiszeit unter Wasser gedrückt und tauchen immer noch weitere 7 mm pro Jahr aus dem Meer auf.

Wir schlängeln unseren Kurs im Uhrzeigersinn um die Hauptinsel zwischen den Schären hindurch und ankern in traumhaften Buchten wie südlich von Flatö. Der Jahrhundertsommer hat das Meer so erwärmt, dass wir jeden Tag mehrmals ins Wasser springen, aber er hinterlässt auch seine Spuren. Viele Bäume sind vertrocknet und haben braunes Laub; das Moos auf den Schären ist trocken wie Papier und knirscht, wenn man darüber läuft. In Holmsviken im Norden von Lumparland vertäuen wir „Anke-Sophie“ zwischen Schären und Anker. Unter Spi segeln wir bis Mariehamn, wo wir tatsächlich mal einen schlechten Tag mit Schauern haben. Dorothé und Thomas kommen mit der Fähre an und werden herzlich begrüßt.

Wir segeln nun mit Dorothé und Thomas weiter durch den Schärengarten und suchen uns abends wieder schöne Buchten zum Ankern wie z.B. im NE von Flisö oder Kumlinge und weiter nach Gammelhavn in Sandviken im Norden von Kökar, wo wir unsere östlichste Bucht erreicht haben. Nun geht es in südwestlicher Richtung langsam zurück. Die nächsten Inseln sind Irna Hamnskår, Möja östlich von Byholmen und Ornö, wo wir den Geburtstag von Thomas K. feiern. Morgens segeln wir nach Nynäshamn, wo uns Annette, Dorothé, Kathrin und Thomas verlassen, sie müssen leider nach Berlin zurück.

Göran kommt mit Dominik an Bord. Göran hatten wir zuletzt auf Borkum auf unserer Rückreise der Weltumsegelung gesehen. Er hatte dort vor zwei Jahren den Empfang durch die DGzRS organisiert, wo wir mit Wasserfontänen begrüßt worden waren, immer noch ein ergreifender Moment, wenn wir daran zurückdenken. Wir verlassen Nynäshamn und segeln wieder in Buchten bei Oxelösund, dann Håskö, Spårö bis nach Figeholm.

Auf dem Ausschnitt vom Kartenplotter sehen wir die Kreuz zwischen Öland und schwedischem Festland mit einer Wende bei Blå Jungfrun bis nach Mönsterås.

Von dort segeln wir mit gutem W durch den Kolmarsund bis nach Bergrara und von dort beenden wir früher als gedacht den Tag in Sandhamn, denn der Wind hat gemeiner Weise auf SW gedreht und weht uns nun entgegen. Da er am nächsten Tag aus W kommen soll, machen wir lieber eine wohlverdiente Pause. Eigentlich wollten wir am nächsten Tag mindestens bis nach Utklippan kommen, da W 6-7 angesagt sind. Doch als wir auf deren Höhe sind, entscheiden wir uns doch, bis Christiansø weiter zu segeln, auch wenn es eine ruppige Überfahrt wird und das Anlegen in Christiansø bei 7 Bft. kein einfaches Spiel wird. Am nächsten haben wir WNW 6 und nutzen ihn für das kurze Stück, bis Nexø auf Bornholm zu kommen. Von dort dreht der Wind während des nächsten Schlags zum Glück von SW auf SSE und später auf SE, sodass wir gut bis Lohme auf Rügen kommen, von wo es ein Heimspiel bis zum Lieblingshafen Kloster auf Hiddensee ist. Dort legen wir einen Pausentag ein. Nach diesem extrem guten Sommer kommt nun eine Front über uns hinweg mit Böen bis 45 kn, am Dornbusch gemessen. Da Göran und Dominik zurück müssen, nehmen sie die Fähre, während Paul und ich abends, als der Wind schwächer wird, nach Neuhof im Strelasund zurücksegeln.  „Anke-Sophie“ hat auf der 6-wöchigen Fahrt 1.300 Seemeilen zurückgelegt, sie hat alles bestens gemeistert, wir können stolz auf sie sein. Im Jahr 2018 sind es immerhin insgesamt 1.781 sm.

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