2017 – Bornholm

Das Segeln tritt durch die Arbeit in den Hintergrund. Aber immerhin segeln wir 2017 an insgesamt acht Wochenenden und es geht für eine Woche nach Bornholm. Aber nun der Reihe nach.

Anfang Mai helfen Till und Mareike mir, Anke-Sophie nach der Winterpause in Barth einen neuen Unterwasseranstrich zu verpassen, sie zu slippen und den Mast zu stellen. Wir segeln über Barhöft nach Stralsund. Einige Bilder sind von Till.

Sabine, Kathie und Flo segeln über Himmelfahrt mit mir nach Ralswiek und Kloster. Mit Dorothé und Thomas wollten wir über Pfingsten rund Rügen segeln, kamen aber wegen eines Unwetters nur bis Vitte. Im Juli begleiten mich Jan und Veit nach Kloster und mit Sascha und Fernando segle ich bis Vitte, wo wir bei ruhigem Wetter vor dem Strand ankern.

Im August segeln wir nach langer Zeit wieder einmal nach Bornholm – für eine Woche mit dem klassischen Team: Dorothé, Thomas, Annette und ich. Am ersten Tag legen wir bei SW 4-5 in Stralsund ab und kommen nach einem Schauer beim Kap Arkona mit SW 7 gut in Lohme an. Am nächsten Morgen geht es unter idealen Bedingungen, schönstem Wetter mit SW 5 nach Rønne, wo wir einen guten Platz im Yachthafen Nørrekås finden. Dann folgt ein Tag mit Starkwind und wir unternehmen eine Radtour, anstatt zu segeln. Wir radeln gemeinsam zur Rundkirche von Nylars. Sie ist die am besten erhaltene Rundkirche Bornholms, 1165 erbaut. Sie ist dreistöckig, unten der Kirchenraum mit 11 m Durchmesser, darüber diente ein Stockwerk als Lager und Rückzugsraum für die Bevölkerung und darüber war früher eine Wehranlage gegen Seeräuber, wo sich heute das Dach befindet. Innen studieren wir die alten Fresken über Adam und Eva, die im Bild von links nach rechts den Sündenfall zeigen, Gott tadelt Adam und Eva und anschließend ist die Vertreibung aus dem Paradies dargestellt. Weiter geht es nach Aakirkeby, wo wir uns Kaffee und Kuchen gönnen und dann radeln wir entlang der Uferstraße über Arnager, einen Hafen, der zu flach für „Anke-Sophie“ ist, wo wir aber mal mit „Rubberduck“ waren, zurück nach Rønne.

Am nächsten Morgen weht ein NW 4, der uns gut entlang der Südküste bringt. Wir segeln bis zum schönen Svaneke, wo wir uns diesmal zu Fuß durch den Ort und entlang der Küste treiben lassen, bis es Abend wird bei wunderbarem nördlichem Licht.

Weiter segeln wir um das Nordkap herum zum gut geschützten Yachthafen Hammershavn, der früher für einen Granitsteinbruch genutzt wurde. Von dort besuchen wir natürlich die Festungsanlagen von Hammerhus, die dort Anfang des 12. Jahrhunderts oberhalb der Klippen fast uneinnehmbar errichtet wurden. Hammerhus war ein Zentrum der kirchlichen Macht, das aber auch von den Lübeckern und den Schweden besetzt war.

Da auf dem Rückweg ein SW-Wind mit 3 Bft. genau gegenan weht, entschließen wir uns hoch am Wind nach Ystad an der schwedischen Südküste zu segeln, um dann am nächsten Tag bei vorhergesagtem stärkerem Westwind gut nach Rügen zu kommen.

Leider kommt dann der Wind am Tag darauf doch eher aus WSW und später sogar aus SW mit 6 Bft., sodass es eine ruppige Überfahrt wird und wir sehr froh sind, als wir in Sassnitz festmachen. Das, was bei der Überfahrt zu viel an Wind war, fehlt am letzten Tag, wir motoren acht Stunden, bis uns ein leichter E 3 erlaubt, unter Spi bis nach Neuhof entlang dem Strelasund bis Neuhof zu segeln und unseren tollen Bornholmtörn mit 272 sm abzuschließen. Unser Hafen Dänholm Nord bekommt eine neue Mole und ist für uns Segler ab August gesperrt. Wir waren drei Jahre unterwegs und hofften, dass der Hafen währenddessen saniert wird, aber es ist wie so oft bei öffentlichen Arbeiten, die Ausschreibungen verzögern sich, die Arbeiten stocken und es kommt alles später als gedacht. So auch hier, mit der Folge, dass wir den Rest der Saison in Neuhof bleiben.

Im Herbst segeln Till und Mareike zweimal mit, einmal zur Greifswalder Oie mit Bernd, wo wir an einer Boje liegend unser Schlauchboot aufblasen, um für einen Rundgang an Land zu gehen. Wir sind erschrocken, wie tausende von Kranichen die Bäume mit ihren Hinterlassenschaften abtöten.

Das nächste Mal segeln wir zusammen mit Kathrin rund Rügen. In Lohme wehen wir ein und entscheiden uns für eine Radtour trotz Dauerregens. Wir lassen uns keine schlechte Laune machen und fahren sogar mit dem Bus nach Prora. Wer die alte Nazi-Architektur kennt, kann sie sich vielleicht bei Dauerregen vorstellen, wir haben trotzdem einen tollen Tag, an den wir uns lange erinnern werden.

In 2017 sind wir mit „Anke-Sophie“ nur 681 sm unterwegs gewesen. Ganz schön wenig, wenn man bedenkt, dass wir die letzten drei Jahre jeweils im Mittel 13.000 sm segelten.

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