Indonesien Teil 2, Alor Archipel

Das nächste Ziel ist die Stadt Kalahabi in der Inselgruppe Alor. Die 185.000 Einwohner gehören ca. hundert unterschiedlichen Stämmen an und sprechen 8 unterschiedliche Sprachen und 52 Dialekte. Sie sind gemischt gläubig; 73 % Christen leben friedlich mit 27% Muslims zusammen. Es soll eines der schönsten Tauchreviere in Indonesien sein und wir wollen uns neu proviantieren.  

Anke-Sophie und Lorelei ankern vor Kalabahi

Anke-Sophie und Lorelei ankern vor Kalabahi

Wir hatten mit einer Passage von zwei Tagen und einer Nacht gerechnet. Leider schläft der Wind in Lee der Inseln ein und wir haben eine Gegenströmung von 1,5 bis 2 kn, die uns auch noch stark bremst. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als die Maschine zu nutzen. So müssen wir in der ersten Nacht leider 7 Stunden und in der zweiten 11 Stunden motoren. So kommen wir statt gegen Abend erst am nächsten Morgen an. Somit haben wir eine spannende Einfahrt in den langen Fjord, in dem wir hunderten unbeleuchteten Tonnen von Perlfarmen und umfangreichen  Fischereikonstruktionen ausweichen müssen. Zum Glück haben wir Vollmond und können alle Hindernisse gut erkennen. Im Morgengrauen ankern wir leise neben einer Segelyacht, der ersten seit knapp 3.000 sm und 4 Wochen. Es ist die Lorelei, ein ehemalig deutsches Stahlschiff, das nun von den Australiern Lisa und Paul gesegelt wird. Wir sind sehr froh, sie zu treffen nach einer langen Zeit der Abgeschiedenheit. Sie bereisen Indonesien seit 9 Monaten und können uns mit ihren gesammelten Erfahrungen helfen und sie sind begeisterte Taucher. Sie haben Drift-Tauchgänge im Pass zwischen den Inseln bei Donovan, einem seit 20 Jahren in Indonesien lebenden Taucher, gebucht und ich entschließe mich, sie für einen Tag zu begleiten.

Die Einfahrt nach Kalahabi

Die Einfahrt nach Kalahabi

Aber zuvor lädt uns Adi, Englischlehrer und Touristenführer,  zu sich nach Hause ein und organisiert  eine Tour über die Insel. Wir besuchen mit Mila, unserer zum Glück Englisch sprechenden Führerin, zwei sehr ursprünglich in den Bergen lebende Stämme, die ehemals aus Papua kommen. Im ersten Dorf  Takpala leben etwa 50 Mitglieder des Stammes Abui. Wir dürfen ihre  Hütten besichtigen, in denen das Leben für jeweils ca. 6 Personen auf vier Etagen organisiert ist. Sie nennen sich „lopo“ , sind aus Baumstämmen zusammengebunden und haben hohe steile strohgedeckte Dächer.  Auf der ersten Etage wird gekocht, auf der zweiten geschlafen, darüber werden Lebensmittel gelagert und unter der Spitze wichtige Gegenstände aufbewahrt (z. B. Stoffe und Gerätschaften).  Die Bewohner zeigen uns traditionelle Bekleidung (hier: Ikat) und Schmuck. Im anderen Dorf Kabola lernen wir, wie aus Baumrinden Stoffe produziert werden. Die daraus hergestellte Bekleidung wurde bei Festen getragen. Diese Stoffe kennen wir schon aus Tonga, wo kunstvoll bemalt herrliche ganz dünne Wandbehänge (Tapa)  daraus hergestellt werden.

Bei Adi zuhause. Mira links und Lisa rechts

Bei Adi zuhause. Mila links und Lisa rechts

Das Dorf Kapbala

Das Dorf Takpala

Ein Korb wird repariert

Ein Korb wird repariert

Das Kauen von  Betelnüssen färbt die Zähne rot

Das Kauen von Betelnüssen färbt die Zähne rot

Alor 076

Frische Betelnüsse

Betelnüsse in getrockneter Form

Betelnüsse in getrockneter Form

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Blick von unten zur zweiten Etage

Blick von unten zur zweiten Etage

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Kakao-Früchte

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Ein Mann vom Stamme der Kabola

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Annette und Lisa im Festgewand

Annette und Lisa im Festgewand

Zwischendurch haben wir wieder viele kleinere Reparaturen am Schiff durchzuführen und treffen uns abends mit Lisa und Paul. Der dritte Tag steht ganz im Zeichen des Tauchens. Wir bewundern in drei Tauchgängen das Unterwasserleben an den Riffs zwischen den Inseln, fantastische Softkorallen  und seltene Fische, die ich allesamt noch nie gesehen habe. Lisa und Paul sind professionelle Taucher und haben in zusammen mehr als 5.000 Tauchgängen viel Erfahrung gesammelt und ich bin froh, sie begleiten zu dürfen. Ihre Webseite habe ich unter den Links aufgeführt und ich empfehle allen Interessierten sich die Bilder anzuschauen. Ich habe solch fantastische Bilder der Unterwasserwelt noch nie gesehen. Nachfolgende Bilder zeigen, was wir im Alor Archipel unter Wasser sehen durften. Der Abschied fällt uns nach vier Tagen schwer, wir wären gerne länger geblieben, aber wir haben nur noch vier Wochen für Indonesiens Inselwelt und es liegt noch viel Strecke und hoffentlich  wunderbare Ziele vor uns.

Auf dem Tauchboot

Auf dem Tauchboot

Lisa und ich vor einer geflochtenen Fischräuse

Lisa und ich vor einer geflochtenen Fischräuse

Alor Dive 2 Paul (15)

Paul macht fantastische Weitwinkelaufnahmen

Alor Dive 2 Paul (4)

Der Frogfish tarnt sich perfekt in einer Koralle

Der Frogfish tarnt sich perfekt in einer Koralle

Erst wenn er sich bewegt,  sieht man ihn

Erst wenn er sich bewegt, sieht man ihn

Alor Dive 2 Paul (9)Alor Dive 3 Paul (2)Alor Dive 3 Paul (5)Alor Dive 3 Paul (7)Alor Dive 3 Paul (8)

Lisa zeigt uns mit Makroaufnahmen wunderbare Details

Lisa zeigt uns mit Makroaufnahmen wunderbare Details

Alor Dive 1 Lisa (17)Alor Dive 1 Lisa (3)Alor Dive 1 Lisa (4)Alor Dive 1 Lisa (5)Alor Dive 1 Lisa (6)Alor Dive 1 Lisa (9)Alor Dive 2 Lisa (4)

Ein Lionfish

Ein Lionfish

Alor Dive 3 Lisa (1)

3 Antworten zu “Indonesien Teil 2, Alor Archipel

  1. Lieber Thomas,
    das Tauchen muß dort ja wirklich Freude machen, wunderbar, die Unterwasseraufnahmen!!!!
    Liebe Grüße
    Andreas und Lisa

  2. Well this on isn’t translating for me either but the pictures are SPECTACULAR. Magnificent scenery above and below he water. WOW! And of course you know I love your images of the people. I am so excited to follow in your boat wake :-).

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